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Was ist Parodontitis eigentlich? 

Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparats.

Sie ist immer noch die häufigste Ursache für Zahnverlust.

Frühsymptome sind Zahnfleischbluten, Mundgeruch, Zahnfleischschwund, Beschwerden beim Kauen und gelockerte Zähne.

parodontosebehandlung

 

Wie entsteht Parodontitis?

Der Zahnbelag, genannt Biofilm, ist ein dynamisches und äußerst komplexes mikrobielles Ökosystem. Dieses wird beeinflusst durch verschiedene Faktoren wie z.B. das Alter, die Ernährung und das Immunsystem.

Bei gesunden Verhältnissen herrscht eine Balance zwischen dem Körper und seinen Mikroorganismen im Biofilm. Die in der Mundhöhle vorkommenden lebenden Keime (genannt Mikroflora) werden als eine Form der körpereigenen Abwehr angesehen.

Die Balance zwischen dem Biofilm in der Mundhöhle und dem Individuum Mensch kann jedoch aus dem Gleichgewicht geraten. So können veränderte äußere oder innere Faktoren zur Störung der mikrobiellen Balance (genannt Eubiose) zu einer Dysbiose führen. Die Dysbiose stellt den Beginn einer Entzündung am Zahnhalteapparat (Parodontitis) dar, die frühzeitig behandelt werden sollte.

Zu den Risikofaktoren der Parodontitis zählen bestimmte Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, schlecht eingestellter Diabetes oder ein Vitamin C- und D -Mangel. Auch ein ungesunder Lebensstil mit Rauchen, viel Stress und eine ungesunde zuckerhaltige und zu fette Ernährung (Fertigprodukte), können eine Ursache für eine Störung des Gleichgewichts zwischen dem Körper und seinen Mikroorganismen sein.

Eine Blutuntersuchung beim Hausarzt mit Bestimmung der Blutfettwerte, Langzeitzucker (HbA1C-Wert) und des Cortisolspiegels kann bei der Ursachenforschung helfen.

Ist Parodontitis übertragbar?

Neueste Forschungen, die sich dieser Fragestellung gewidmet haben, kommen zu dem Schluss, dass die Parodontitis, entgegen der früheren Lehrmeinung, nicht ansteckend und auch nicht übertragbar ist.

Ursachen der Kariesentstehung?

Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass bei der Kariesentstehung mehrere Faktoren entscheidend sind.

Auch hier gilt das Prinzip des mikrobiellen Gleichgewichts (der Eubiose) im Biofilm. Die Speichelmenge- und Zusammensetzung werden durch verschiedene Faktoren wie das Immunsystem, den Hormonstatus oder das Alter beeinflusst und sind von großer Bedeutung für die Entstehung der Karies. Auch äußere Faktoren wie häufige Zufuhr von Zucker fördern die Kariesbildung.

Diabetiker aufgepasst!

Mit der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus und der Parodontitis treffen zwei Volkskrankheiten aufeinander.

Zwischen dem Blutzuckerspiegel und der Parodontitis besteht eine enge Beziehung: Hohe Blutzuckerwerte verstärken das Fortschreiten der Parodontitis.

Experten zählen deshalb die Parodontitis schon zu einer typischen Folgeerkrankung des Diabetes. Umgekehrt kann die Parodontitis die Einstellung des Blutzuckers bei Diabetikern deutlich erschweren. 

Schlechte Zähne heben die Gefahr eines Herzinfarkt.

Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache.
Längst wurde wissenschaftlich eine Verbindung zwischen Parodontitis und Herzkrankheiten hergestellt.

Atemwegserkrankungen

Wissenschaftler fanden bei Patienten mit schlechter Mundhygiene ein 4,5-fach erhöhtes Risiko für Pneumonien.

Das sollten Sie als Rheumapatient wissen:

Die Mund- und Darmflora von Rheumatikern ist anders zusammengesetzt als die von gesunden Menschen. In beiden mikrobiellen Umgebungen dominieren Bakterien, die Entzündungen auslösen können. Wissenschaftler der New York University fanden in einer Untersuchung, dass 66 Prozent der Rheumatiker unter Parodontitis litten. In der Kontrollgruppe war der Prozentsatz wesentlich geringer.

Dialyse, Organtransplantationen & künstliche Gelenke

Chronische Entzündungen der Mundhöhle sind eine infektiöse Dauerbelastung für den Körper.
Gerade bei Dialyse-, Organtransplantierte und Immunsupprimierte Patienten oder auch Patienten mit künstlichen Gelenken ist es wichtig, dass eine solche Dauerbelastung ausgeschaltet ist.

Parodontitis und Osteoporose

Zahlreiche Studien bestätigen, dass zwischen Osteoporose und dem Knochenabbau am Zahnhalteapparat sowie dem Zahnverlust ein Zusammenhang besteht.

(Auszüge aus Zähne und Allgemeingesundheit/Wechselbeziehungen; Bayerische LandesZahnärztekammer)

Gesundheitsrisiko bei Implantaten

Implantate (künstliche Gelenke, Herzklappenersatz) können infiziert werden.

Quelle: C.Ancuta et al., University of Medicine and Pharmacy, IASI, Romania

Sie können sich vor Parodontose schützen:

Kommen Sie zu uns in die Praxis zu einer Kontrolluntersuchung. Diese beinhaltet die Beurteilung Ihrer kompletten Zähne.
Sollten dabei Hinweise auf eine mögliche Parodontitis entdeckt werden, wird Dr. Karen Bickel, deren Behandlungsschwerpunkt die Parodontologie darstellt, eine erweiterte Untersuchung mit Dokumentation vornehmen, in der auch ein Bakterientest bzw. ein Parododontitis – Risiko – Schnelltest durchgeführt wird.

Nach dessen Auswertung in einem spezialisierten Labor findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt.

Sollten die Ergebnisse eine Behandlung erforderlich machen, wird diese persönlich von Dr. Karen Bickel mit den modernsten Behandlungsmethoden wie Laser, Ultraschall und Pulverstrahl durchgeführt. Diese Methode bietet bei optimaler Effizienz zudem einen sehr guten Behandlungskomfort.

Wir behandeln Parodontitis effektiv und nachhaltig

Für eine sanfte und schmerzarme antiinfektiöse Erstbehandlung setzen wir das derzeit schonendste Ultraschallgerät in Kombination mit dem modernsten Pulver – Wasserstrahlgerät ein. Diese Ultraschallbehandlung schont das Wurzelzement besser als Küretten und Scaler und begünstigt das Wiederanhaften des Zahnfleischs am Zahn. Der Pulver-Wasserstrahl zerstört den Bakterienfilm auf der Wurzeloberfläche bis zum Taschenboden, hinterlässt kratzerfreie Zahnoberflächen und verletzt keine gesunden Strukturen. Mehr Effizienz Dank überlegener Technik.

Warum sich immer mehr Patienten für den PACT (Softlaser) anstelle eines Antibiotikums entscheiden. 

  • Um in tiefen Zahnfleischtaschen ab 5 mm Sondierungstiefe unter Sauerstoffausschluss (anaerobe) Bakterien weitestgehend zu inaktivieren, setzen wir die antimikrobielle photodynamische Therapie (aPDT) ein.
  • Dies ist ein bewährtes Verfahren zur Reduktion von krankheitserregenden Keimen, das seit mehr 20 Jahren angewendet wird und die Wirksamkeit in zahlreichen umfangreichen wissenschaftlichen Studien belegt wurde.
  • Die nachhaltige Keimreduzierung (99,99%) schafft die Voraussetzung für Heilung und Gesundung.
  • Das Verfahren ist sehr effektiv, schmerzfrei, ohne Nebenwirkungen und vermeidet in vielen Fällen die Gabe von Antibiotika

Was ist gemeint mit: Licht kann heilen?

Hierbei handelt es sich um die Photo-aktivierte Therapie. Dies ist ein hochwirksames, nebenwirkungsfreies Breitband-Antiseptikum.

Das sogenannte PACT-Verfahren ist in der Parodonitistherapie eine wirksame Alternative zu den Antibiotika.

Wie funktioniert das Verfahren?
Ein Farbstoff wird in die Zahnfleischtaschen appliziert. Nach einer einminütiger Einwirkzeit ist der Farbstoff tief in das Gewebe eingedrungen. Dann wird der Farbstoff mit der PACT-200 Lichtquelle (635 nm Rotlicht, 200mW) beschickt. Dadurch wirkt der an sich harmlose Farbstoff in hohem Maße breitbandig antimikrobiell.

Vorteile:

  • Es bildet sich schnell wieder eine gesunde Zahnfleischtaschenflora.
  • Schon nach wenigen Tagen ist das Behandlungsergebnis für Sie spürbar und sichtbar.
  • Keine Nebenwirkungen durch das Antibiotikum.

Rauchen & Parodontitis - zwei die sich mögen.

(Quelle: Auszüge aus “Rauchen-Intervention in der Zahnarztpraxis Hrsg. Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V.”)

Der Tabakkonsum ist der weitaus wichtigste Risikofaktor für die Entstehung des Mundhöhlenkarzinoms (Krebs).
Das Risiko scheint dabei für Zigaretten- und Zigarrenraucher vergleichbar.
Wichtig ist dabei die Früherkennung bei der zahnärztlichen Routineuntersuchung.
Für die Parodontitis (Parodontose) besteht ebenfalls ein eindeutiger Zusammenhang mit negativen Auswirkungen.
Starke Raucher bauen mit zunehmendem Alter Knochen schneller ab.
Das Zahnfleisch ist bei Rauchern geringer durchblutet.
Positiv ist, dass ehemalige Raucher wieder die Gesundheit des Zahnhalteapparates wie vergleichsweise Nichtraucher erhalten können.
Das bedeutet, dass es sich zu jedem Zeitpunkt lohnt, mit dem Rauchen aufzuhören.

Werden Sie zur Ex-Raucherin oder zum Ex-Raucher.

Es ist bekannt, dass Raucher vier Stadien durchlaufen, bis sie den Rauchstopp erfolgreich hinter sich bringen können:

  • Bedenkenlos Rauchen
  • Bewusst werden
  • Rauchstopp vorbereiten
  • Umsetzung

Ein absehbar erfolgreiches Modell zur Raucherentwöhnung ist, Raucher zu motivieren, von einem Stadium ins nächste zu wechseln.
Es gibt verschiedene Methoden zur Raucherentwöhnung, manche werden mit Nikotin-Depotpflaster, Psychopharmaka oder Trance unterstützt.

Denken Sie daran: Je mehr Raucherjahre, desto schwieriger scheint der Ausstieg.

Jahr für Jahr steigen mehrere tausend Raucher um und leben rauchfrei.

Alarmsignale für Parodontitis:

Häufig wird Parodontitis in der frühen Phase vom Patienten nicht wahrgenommen. Warnsignale sind unter anderem Zahnfleischbluten oder Rötungen am Zahnfleisch. Schreitet die Parodontitis fort, geht das Zahnfleisch zurück, die Zähne erscheinen länger und reagieren empfindlicher. Weitere Signale für Parodontitis sind Mundgeruch und gelockerte Zähne.

Wechseljahre und Zahngesundheit, was Sie wissen sollten.

Wie eine aktuelle repräsentative Initiative pro Dente e.V. (Köln) zeigt, weiß nur jeder zweite Deutsche, dass sich hormonelle Schwankungen während der Pubertät, Schwangerschaft und in den Wechseljahren auf die Zahn- und Mundgesundheit auswirken können.

Die Mundgesundheit bedarf deshalb auch in den Wechseljahren erhöhte Aufmerksamkeit.
Schwillt das Zahnfleisch an und blutet es, spricht man von einer hormonellen Gingivitis.
Schädigende Stoffwechselprodukte von Bakterien können leichter in den Körper passieren.

Eine gründliche Mundhygiene mit professioneller Unterstützung sind in dieser Lebensphase um so wichtiger.

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Zahnärzte Dr. Bickel

Wir sind Zahnärzte aus Leidenschaft. Wir verbinden neueste Techniken mit jahrerlanger Erfahrung zu Ihrem Vorteil

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